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Wir beschäftigen uns mit Themen aus den Bereichen Internationale Politik bzw. Internationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik sowie Europäische Politik. Aktuelle Geschehnisse, längerfristige Entwicklungen und soziokulturelle Gegebenheiten werden mit dem Ziel analysiert, ein Grundverständnis für die Haupttriebkräfte des politischen Handelns von Akteuren auf nationaler wie internationaler Ebene zu erlangen.

Veröffentlichungshinweis:

Mitte Februar 2009 ist ein Beitrag über das KFIBS e. V. von Regina Tritz und Sascha Arnautović in der Ausgabe 1-2009 der Kölner Universitätszeitung (KUZ) erschienen. Dieser kann unter folgendem Link abgerufen werden (s. Rubrik „Welt der Hochschule", S. 8 u. S. 9): http://www.portal.uni-koeln.de/fileadmin/templates/uni/images/KUZ/Kuz1_09/KUZ_Feb_09_gesamt.pdf.

Wichtiger Hinweis:

Das KFIBS e. V. verfügt seit Anfang September 2008 über eine neue Forschungsgruppe „IB-Theorien und Außenpolitikforschung", die den wissenschaftlichen Anspruch des Forums bekräftigen soll. Interessenten für eine (Gast-)Autorenschaft können sich für nähere Auskünfte gerne an Sascha Arnautović (mailto: sascha.arnautovic@kfibs.org) wenden.

Aktuelle Beiträge: Deutsche Online-Ausgabe 1/09

Sudanesische Identität(en): Wege der Identitätsbildung in einem zerrissenen Land

[Studie]

Deutsche Ausgabe 1/09

Neben den bekannten Beispielen Somalia und Kongo gilt auch der Sudan als „gescheiterter Staat" bzw. failed state. Als wesentliches Hemmnis für den dort fehlgeschlagenen Nation-Building-Prozess müsse - so eine weit verbreitete Einschätzung - die problematische Identitätsbildung in Betracht gezogen werden. Da im Sudan auch weiterhin partikulare Identitäten oftmals gewaltsam miteinander konkurrieren, sei es nicht möglich gewesen, eine gesamtsudanesische Identität herauszubilden. Das Scheitern des Staatsprojektes Sudan und die damit verbundene ausufernde Gewalt müssten insbesondere darauf zurückgeführt werden.

Die vorliegende Studie untersucht anhand prägnanter Beispiele, auf welche Art und Weise sich Identität im Sudan konstituiert und welche Auswirkungen dies auf die gesamtsudanesische Entwicklung hat. Im Fokus hierbei stehen die Identitäten des Nordens und des Südens - aber darüber hinaus auch die Beja, die Nuba-Berge und Darfur.

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Der EU-Erweiterungsprozess und die Gretchenfrage: Ist Demokratie käuflich?

[Studie]

Deutsche Ausgabe 1/09

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Debatte in den Internationalen Beziehungen (IB) zwischen tendenziell konstruktivistischen Ansätzen einerseits und Rational-Choice-Ansätzen andererseits wird in dieser Studie untersucht, wie sich der Prozess der Demokratisierung und Konsolidierung, folglich die Übernahme liberal-demokratischer Normen durch die EU-Beitrittskandidaten vollzogen hat. Werden diese Normen im Sinne der Logik der Angemessenheit internalisiert oder werden sie auf Grundlage von Kosten-Nutzen-Kalkulationen übernommen? Die vorliegende Untersuchung stützt sich dabei insbesondere auf die Studien von Kelley aus dem Jahr 2004 und Schimmelfennig, Engert und Knobel aus dem Jahr 2003. Beide Studien führen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass die Übernahme von Normen und Regeln der Europäischen Union (EU) durch die Beitrittskandidaten maßgeblich auf rationalen Kosten-Nutzen-Erwägungen beruht.

Ausgehend von dieser Annahme soll die Frage aufgeworfen werden, an welche Grenzen diese Strategie stößt bzw. welche Probleme sich möglicherweise durch eine im Wesentlichen formale Übernahme von Normen ergeben. Die vorliegende Studie konzentriert sich folglich auf die Frage, wie groß der Einfluss der Konditionalität im Rahmen der Osterweiterung der EU auf die Demokratisierung und Konsolidierung von EU-Beitrittskandidaten ist.

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