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Wir beschäftigen uns mit Themen aus den Bereichen Internationale Politik bzw. Internationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik sowie Europäische Politik. Aktuelle Geschehnisse, längerfristige Entwicklungen und soziokulturelle Gegebenheiten werden mit dem Ziel analysiert, ein Grundverständnis für die Haupttriebkräfte des politischen Handelns von Akteuren auf nationaler wie internationaler Ebene zu erlangen.

Wichtiger Hinweis:

Das KFIBS e. V. verfügt seit Anfang September 2008 über eine neue Forschungsgruppe „IB-Theorien und Außenpolitikforschung", die den wissenschaftlichen Anspruch des Forums bekräftigen soll. Interessenten für eine (Gast-)Autorenschaft können sich für nähere Auskünfte gerne an Sascha Arnautović (mailto: sascha.arnautovic@kfibs.org) wenden.

Aktuelle Beiträge: Deutsche Online-Ausgabe 2/08

Rückfallgefahren in Post-Konflikt-Situationen: Der Einfluss ökonomischer Faktoren auf Konfliktrisiken am Fallbeispiel Liberia

[Analyse]

Deutsche Ausgabe 2/08

Die vorliegende Analyse befasst sich mit Post-Konflikt-Situationen und der mit ihnen einhergehenden Gefahr neuerlicher Kriege. Umfangreiche wissenschaftliche Studien haben belegt, dass das Rückfallrisiko von Konflikten in den ersten Jahren nach Kriegsende besonders groß ist. Liberia erlebte von 1989 bis 1996 und von 2000 bis 2003 blutige Bürgerkriege. Die sich daran anschließenden Entwicklungen werden in diesem Beitrag als Fallbeispiele behandelt; der Fokus liegt dabei auf dem Teilbereich Ökonomie. Anhand von Indikatoren, wie z. B. dem Wirtschaftswachstum, ist es zwar nicht möglich, eine genaue Prognose zu stellen, ob Liberia dauerhaft friedlich bleibt - die Indikatoren ermöglichen es jedoch, den entwicklungspolitischen Trend zu verdeutlichen.

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Der Kosovo im Jahr 2008: Konfusion über die Verteilung von Kompetenzen. Ein Essay über die Ambitionen und Umsetzungsprobleme europäischer (Interessen-)Politik im Kosovo

[Essay]

Deutsche Ausgabe 2/08

Ein halbes Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung durch die kosovo-albanische Führung bleibt die internationale Staatengemeinschaft nach wie vor gespalten in ihrer Haltung zum politischen Status des Kosovo. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union konnten sich nicht auf eine gemeinsame Haltung zur Unabhängigkeit einigen, wollen aber mit der neuen EU-Mission EULEX eine führende Rolle beim Aufbau von (rechts-)staatlichen Strukturen im Kosovo einnehmen. Ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates sind die Legitimität dieses Einsatzes sowie die Arbeitsteilung zwischen der EULEX-Mission, der UN-Mission UNMIK und anderen internationalen Akteuren im Kosovo allerdings immer noch umstritten. Ein Großteil der Kosovo-Serben und die politische Führung in Belgrad verweigern die Zusammenarbeit mit der neuen EU-Mission. Für die Stabilität des Gebietes ist die Ausdehnung rechtsstaatlicher Strukturen und Kontrollen auf den serbisch dominierten Norden des Kosovo von zentraler Bedeutung - und somit die wichtigste und gleichzeitig schwierigste Aufgabe für die internationalen Akteure.
Unter Berücksichtigung der Entwicklungen der letzten Jahre und eigener Beobachtungen im Kosovo im Sommer 2008 skizziert dieser Essay die Schwierigkeiten der internationalen Akteure, im Kosovo - nach der Unabhängigkeitserklärung - koordiniert und wirkungsvoll aufzutreten.

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Rote Karte von der „grünen Insel“: Zum irischen Referendum über den EU-Reformvertrag – Analyse und Ausblick

[Studie]

Deutsche Ausgabe 2/08

Am 12. Juni 2008 stellten 862.415 Iren beim Volksentscheid über den Vertrag von Lissabon die Ampeln für die erfolgreiche Ratifizierung des Reformvertrags auf Rot. Die Europäische Union (EU) scheint damit nach den negativen Referenden in Frankreich und den Niederlanden über den europäischen Verfassungsvertrag im Jahr 2005 zum wiederholten Mal eine tiefe Krise zu erleben. Was bedeutet dies für den langjährigen Reformprozess der EU, der ja eigentlich mit dem Vertrag von Lissabon zu Ende geführt werden sollte? Wie sehen die Kernpunkte des neuen Vertragswerks aus? Was hat die irische Bevölkerung dazu bewogen, mit „no" zu votieren? Wie ist die aktuelle Stimmungslage in den übrigen EU-Mitgliedstaaten? Was sind mögliche Szenarien für die weitere Entwicklung? Ist die Rote Karte von der „grünen Insel" ein Grund schwarzzusehen, was die Zukunft der EU anbelangt? Diesen Fragen soll in der vorliegenden Studie nachgegangen werden.

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Integration oder Isolation? Überlegungen zum Umgang mit Hamas

[Analyse]

Deutsche Ausgabe 2/08

Nicht erst seit ihrer Machtübernahme im Gaza-Streifen im Sommer 2007 ist die Hamas einer der zentralen Akteure im israelisch-palästinensischen Konflikt; so scheint eine Neubelebung des Nahost-Friedensprozesses ohne ihre Einbindung nicht möglich zu sein. Die vorliegende Analyse zeigt, dass durchaus die begründete Hoffnung besteht, dass sich Hamas mittelfristig zu einem konstruktiven Akteur im nahöstlichen Friedensprozess entwickelt. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass sich die einseitige Strategie der Isolation, wie sie von dem so genannten Nahost-Quartett und Israel gegenüber Hamas verfolgt wird, als kontraproduktiv für eine realitätstaugliche politische Lösung des Nahost-Konflikts erweist. Als analytisches Instrument gelangt das „Spoiler"-Konzept des Stanforder Politologen Stephen J. Stedman zur Anwendung.

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Die Mittelmeerpolitik der Europäischen Union von Barcelona (1995) bis Paris (2008): Eine entwicklungsgeschichtliche Bestandsaufnahme

[Analyse]

Deutsche Ausgabe 2/08

Schon aufgrund seiner geografischen Nähe und der engen bilateralen Beziehungen stellt der Mittelmeerraum für die Europäische Union (EU) im internationalen Kontext einen wichtigen Bezugsrahmen dar. Im Jahr 1995 wurden die Beziehungen zwischen der EU und den Mittelmeeranrainerstaaten durch die so genannte Euro-Mediterrane Partnerschaft (EMP) [Stichwort: „Barcelona-Prozess"] institutionalisiert, deren ambitionierten Ziele aber nur wenige konkrete Ergebnisse folgten. Durch die politische Initiative des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy wurde jedoch eine neue Dimension der EU-Mittelmeerpolitik geschaffen: die „Union für das Mittelmeer".

Der vorliegende Beitrag analysiert die EU-Mittelmeerpolitik seit ihrer Entstehung im Jahre 1995, benennt die Gründe für das Nichterreichen der Barcelona-Ziele und geht insbesondere auf die neu geschaffene Union für das Mittelmeer (UMed) sowie deren Entwicklungspotenzial ein.

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