Schriftenreihe

In Planung für November 2015: KFIBS-Sammelband Nr. 2

KFIBS e. V. (Hrsg.): Die „Arabellion“ und deren Auswirkungen – eine Zwischenbilanz: Wer gewinnt, wer verliert? – Reihe „Kölner Beiträge zur Internationalen Politik“ (kurz: KBzIP), Bd. 2

Der „Arabische Frühling“ hat vielfältige Erwartungen in der arabisch-islamischen Welt, aber durchaus auch in der westlichen Welt geweckt. Während der Westen auf einen raschen Demokratisierungsprozess in der MENA-Region hoffte, ging es den Menschen in den Umbruchstaaten zuallererst um „Brot, Freiheit und Würde“. Mittlerweile überwiegt jedoch der Realismus, was die Folgen der politisch-gesellschaftlichen Umwälzungen im Zusammenhang mit der „Arabellion“ anbelangt. Vielerorts zeigt sich, dass die Transformationsprozesse wesentlich komplizierter und vor allem langwieriger werden dürften, als dies in der Anfangseuphorie der Umbruchjahre 2010/2011 mit dem Ausbruch der „Jasminrevolution“ in Tunesien allgemein angenommen wurde. Die Zukunft wird zeigen, inwiefern sich die Wünsche und Träume zivilgesellschaftlicher Akteure in der MENA-Region tatsächlich verwirklichen lassen.

Der KFIBS-Arabellion-Sammelband untersucht anhand von neunzehn Länderanalysen, welche Entwicklungen sich bislang erkennen lassen und welche Rückschlüsse daraus gezogen werden können. Auch in diesem Band kommt wieder der wissenschaftliche Nachwuchs zu Wort.

Auswahl an Abstracts zur kostenlosen Ansicht:

1. Zusammenfassung des Sammelbandbeitrages von Ilyas Saliba zum Thema „Marokko: Zaghafter Reformer oder rückwärtsgewandtes Königreich?“

Marokkos Reformbemühungen im Anschluss an die Proteste des Jahres 2011 wurden nicht nur von europäischer Seite als Schritt in Richtung Demokratie gewertet; auch Hillary Clinton bezeichnete Marokkos Reformprozess als vorbildhaft. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob der 2011 angestoßene Reformprozess tatsächlich als Schritt in Richtung Demokratie gewertet werden kann. Im Zentrum des ersten Teils des Beitrags steht die intensive Auseinandersetzung mit den prozeduralen Aspekten des Verfassungsgebungsprozesses. Anschließend wird das Ergebnis in Gestalt der Verfassung von 2011 in Augenschein genommen. Im dritten und letzten Teil des Beitrages widmet sich der Autor der neuen Verfassungswirklichkeit und analysiert die Rolle der Regierungskoalition unter der Führung der islamisch-konservativen PJD vis-à-vis des Palastes.

2. Zusammenfassung des Sammelbandbeitrages von Mariam Salehi zum Thema „Tunesien: Die Entwicklung nach der Revolution von 2010/2011 im Spiegel der Transitional Justice

Dieser Beitrag zeigt die Entwicklungen von Transitional Justice in Tunesien seit dem Jahr 2011 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf. Es wird deutlich, dass es parallele Entwicklungen und konkurrierende Zuständigkeiten im Rahmen des „offiziellen“ Transitional-Justice-Prozesses und der „normalen“ Gerechtigkeitsmechanismen gibt. Weiter wird aufgezeigt, dass Transitional Justice von Akteuren im politischen Prozess im Kampf um Macht und materielle Ressourcen (diskursiv) instrumentalisiert wird. Der Beitrag stützt sich hierbei auf eigene Feldforschung in Tunesien im Frühjahr/Herbst 2014 und im Frühjahr 2015. Je nach Datenlage soll ein erster Einblick in Veränderungen und Kontinuitäten im Transitional-Justice-Prozess nach den Wahlen 2014 gewährt werden.

3. Zusammenfassung des Sammelbandbeitrages von Daniel Simons zum Thema „Israel/Palästina: Ernüchternde Realität verpasster Chancen im Zuge der Umbrüche in der arabischen Welt“

Viele Beobachter erhofften sich von den arabischen Umbrüchen einen Impuls für den israelisch-palästinensischen Friedensprozess. Obwohl es auch in Palästina und Israel zu zahlreichen Protesten kam, muss die Bilanz für den „Friedensprozess“ jedoch ernüchternd ausfallen: Zum einen zementieren sich die Konfliktstrukturen durch den versäumten politischen Aufbruch der neuen palästinensischen Einheitsregierung und durch die militärischen Auseinandersetzungen zwischen militanten Palästinensergruppen und Israel; zum anderen verlor der israelisch-palästinensische Konflikt angesichts des Erstarkens radikal-islamischer Kräfte und des Zerfalls zahlreicher staatlicher Strukturen massiv an regionalpolitischer Bedeutung. Als Reaktion darauf verlagerten die Palästinenser ihre diplomatischen Bemühungen auf die Bühne internationaler Organisationen, während Israel weiterhin eine risikoaverse sicherheitspolitische Strategie verfolgt.

4. Zusammenfassung des Sammelbandbeitrages von Azadeh Zamirirad zum Thema „Iran: Implikationen des ‚Arabischen Frühlings‘ für die Islamische Republik“

Der Beitrag befasst sich mit den Auswirkungen des „Arabischen Frühlings“ auf die regionale Rollenkonzeption der Islamischen Republik Iran. Untersucht wird die inneriranische Verortung der als Islamic Awakening rezipierten arabischen Protestbewegungen innerhalb des indigenen Revolutionsdiskurses. Wie wirkt sich die „Arabellion“ auf das iranische Selbstverständnis als Regionalmacht aus? Welche Implikationen haben die politischen Umstürze im Nahen und Mittleren Osten für Irans Regionalpolitik? Im Fokus der Analyse stehen dabei sowohl Deutung als auch politische Konsequenz regionaler Machtverschiebungen im Zuge des Arab Spring aus Sicht der politischen Eliten Irans.

 

Cover: KFIBS-Transatlantik-Sammelband

KFIBS e. V. (Hrsg.): Transatlantische Perspektiven für die Ära Obama: Aufbruch zu neuen Ufern oder „business as usual“? – Reihe „Kölner Beiträge zur Internationalen Politik“ (kurz: KBzIP), Bd. 1

Nachhaltig belastet durch die Dissonanzen und Zerwürfnisse, die noch aus der Zeit der umstrittenen Präsidentschaft George W. Bushs herrühren, sehen sich die transatlantischen Akteure in den Anfangsjahren der Regierungszeit von US-Präsident Barack H. Obama überdies gewaltigen Herausforderungen gegenüber: So gilt es zum einen, verloren gegangenes Vertrauen innerhalb der transatlantischen Partnerschaft zurückzugewinnen, zum anderen müssen die westlichen Verbündeten verstärkt nach gemeinsamen politischen Lösungen und Strategien für eine Vielzahl an Krisenregionen und Konflikten suchen. Dabei muss der Spagat gelingen, einen adäquaten Ausgleich zwischen US-amerikanischen und europäischen Interessen zu finden, der eine neue Grundlage für eine kohärente transatlantische Politik bilden könnte.

Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende KFIBS-Sammelband in fünfzehn Beiträgen Möglichkeiten und Grenzen transatlantischer Kooperation in zentralen außenpolitischen Handlungsfeldern. Entgegen üblicher Gepflogenheiten kommt in diesem Zusammenhang in erster Linie der wissenschaftliche Nachwuchs zu Wort.

Ausstattung/Seitenumfang: Softcover; 394 Seiten
Endverkaufspreis: 34,90 Euro
ISBN-10: 3-937404-75-9
ISBN-13: 978-3-937404-75-2

Erscheinungsdatum: November 2012
Status: lieferbar 

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