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Wir beschäftigen uns schwerpunktmäßig mit Themen aus den Bereichen „Internationale Politik" bzw. „Internationale Beziehungen", „Außen- und Sicherheitspolitik" sowie „Europäische Politik". Aktuelle Geschehnisse, längerfristige Entwicklungen und soziokulturelle Gegebenheiten werden mit dem Ziel analysiert, ein Grundverständnis für die Haupttriebkräfte des politischen Handelns von Akteuren auf nationaler wie internationaler Ebene zu erlangen.

Aktuelles

Nächster Gesprächskreis 2012 (Vorschau):

Der nächste FES-KFIBS-Gesprächskreis behandelt das Thema „Fragile Staatlichkeit und ihr Gefahrenpotenzial: Das Beispiel Pakistan" und findet voraussichtlich wieder in einer Tagungsstätte in Köln statt. Vorgesehen für diese Veranstaltung ist ein Termin für Mitte/Ende März 2012. Weitere Informationen im Zusammenhang mit der nunmehr fünften Gesprächskreisrunde werden aller Voraussicht nach im Laufe des Monats Februar 2012 an dieser Stelle und in der Rubrik „Gesprächskreis" für Sie bereitgestellt. 

KFIBS-Europa-Konferenz 2012 (Vorankündigung):

Das Kölner Forum für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS) plant, eine internationale Nachwuchskonferenz zum Thema „Europe's Role in the World: How the EU Is Seen by Other Global Players" in NRW im Februar 2012 auszurichten. Erste Informationen (Stichwort: „Call for Conference Proposals") hierzu können Sie unter folgendem Facebook-Link abrufen: http://www.facebook.com/notes/kfibs-e-v/call-for-conference-proposals-europes-role-in-the-world/267145566644102.

Hinweise zum (noch) laufenden KFIBS-Publikationsprojekt:

Der offizielle Startschuss für den Produktionsprozess des ersten Sammelbandes im Rahmen der KFIBS-Schriftenreihe „Kölner Beiträge zur Internationalen Politik" (kurz: KBzIP) beim Kölner Wissenschaftsverlag ist am 21. September 2009 gefallen. Band 1 befasst sich mit dem Thema „Transatlantische Perspektiven für die Ära Obama: Aufbruch zu neuen Ufern oder ‚business as usual‘?" und wird voraussichtlich im Februar 2012 erscheinen. Nähere Informationen zum Transatlantik-Sammelband und zur Schriftenreihe können unter folgendem Permalink abgerufen werden: http://www.koelnerwissenschaftsverlag.de/permalink/KFIBSeV/80.

Letzte Beiträge: KFIBS-Online-Ausgabe 1/11

Macht Relativismus Forschung unmöglich? Ein Argument für epistemologischen Relativismus am Beispiel der Korruption

[Studie]

Deutsche Ausgabe 1/11

Diese Studie setzt sich mit dem Konzept der Korruption auseinander und unterzieht die derzeit im wissenschaftlichen Diskurs dominierende positivistische Herangehensweise an dessen Erforschung sowie an dessen Bekämpfung durch das Internationale Antikorruptionsregime einer kritischen Untersuchung. Sie leistet damit einen Beitrag zur postpositivistischen Wissenschaftskritik und ist gleichzeitig von Relevanz für den Forschungsbereich Post-Development.
Die vorliegende Studie widerlegt das in der positivistischen Korruptionsforschung häufig anzutreffende Argument, dass konzeptioneller Relativismus im Hinblick auf Korruption sozialwissenschaftliche Forschung unmöglich mache. Sie zeigt dabei auf, weshalb es nicht sonderlich hilfreich ist, Korruption als ein universal definierbares Konzept zu begreifen, und wie postpositivistische Ansätze helfen können, das Konzept der Korruption zu relativieren und dadurch besser verständlich zu machen. Die Studie stellt die erste Stufe einer Untersuchung und Kritik internationaler Antikorruptionsprogramme dar, die durch einen positivistisch-universalistischen Ansatz dazu beitragen, das Konzept der Korruption zu depolitisieren, wobei implizit vorhandene Normen und Werte sozusagen unter der Hand in die Programme einfließen.

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Das Raunen aus dem Exil

[Rezension zu: Hertweck, Frank/Kisoudis, Dimitrios (Hrsg.), „Solange das Imperium da ist“: Carl Schmitt im Gespräch 1971, Duncker & Humblot, Berlin 2010]

Deutsche Rezensionsausgabe 1/11

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Die Energiepolitik in der ASEAN: Implikationen für die Energiesicherheit in Südostasien

[Studie]

Deutsche Ausgabe 1/11

Die Energiesicherheit in Südostasien hängt nicht nur von der Energiepolitik der regionalen Organisation „ASEAN“ (= Association of Southeast Asian Nations) ab, sondern auch von der zukünftigen Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energien in den einzelnen ASEAN-Mitgliedsstaaten. In den 1990er-Jahren wurde mit der Erstellung einer Reihe von Energieaktionsplänen und der Gründung neuer energiepolitischer Institutionen in der ASEAN der südostasiatische Energiemarkt vermehrt geöffnet und energiepolitische Kooperationen zwischen den ASEAN-Mitgliedsstaaten (aber auch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern) gefördert. Insbesondere die VR China und einzelne EU-Mitgliedsstaaten versuchen in größerem Ausmaß, Energieressourcen aus Südostasien zu beziehen und Firmen in der Region anzusiedeln, um Energieprojekte zu fördern und somit die eigene Energiesicherheit zu gewährleisten. Obwohl die Region Südostasien zu einer der ressourcenreichsten Regionen der Welt zählt, wird – aufgrund der raschen Abnahme von fossilen Energieressourcen in einzelnen ASEAN-Mitgliedsstaaten – vermehrt über die Nutzung von Nuklearenergie diskutiert. Die Verwendung von erneuerbaren Energieressourcen nimmt zwar in der Region stetig zu, aber einige vielversprechende Energiekonzepte, besonders in den Bereichen „Windenergie“ und „Solarenergie“, kommen über ein Pilotprojekt bislang nicht hinaus.
Der vorliegende Beitrag analysiert die energiepolitischen Kooperationen der ASEAN-Mitgliedsstaaten seit den 90er-Jahren, thematisiert Energiealternativen zu fossilen Ressourcen und geht vor allem auf die Diskussion über die Nuklearenergie in der Region ein.

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Die Bomben des Friedensnobelpreisträgers: Zur Frage der Rechtmäßigkeit US-amerikanischer Drohnenangriffe in Pakistan

[Analyse]

Deutsche Ausgabe 1/11

Seit Jahren setzt die Obama-Administration – wie schon ihre Vorgängerregierung – im Kampf gegen den Terrorismus auf die gezielte Tötung von mutmaßlichen Extremisten in schwachen Staaten, die keine effektive territoriale Kontrolle mehr ausüben und somit zu einem „sicheren Hafen“ für extremistische Gruppierungen geworden sind. Oftmals nutzt Washington dabei Drohnen, eine vermeintliche Präzisionswaffe, die dennoch immer wieder vielen unschuldigen Zivilisten das Leben kostet. Trotz der moralischen, politischen wie juristischen Fragwürdigkeit der US-Interventionen in Pakistan fanden diese lange Zeit fernab des öffentlichen Interesses statt. Die verdeckte militärische Operation, die zur Tötung Osama bin Ladens führte, hat der Debatte über die Rechtmäßigkeit solcher gezielter Tötungen – durch Drohnen oder verdeckte Bodenoperationen – jedoch vermehrt öffentliche Aufmerksamkeit beschert.

Der vorliegende Beitrag analysiert anhand des Fallbeispiels Pakistan die Rechtmäßigkeit solcher Tötungsaktionen auf dem Territorium zerfallen(d)er Staaten. Das Recht zur zwischenstaatlichen Gewaltanwendung ist derzeit im Wandel begriffen, und die Staatenpraxis der letzten Dekade zeigt, dass Staaten zunehmend willens sind, das Recht auf Selbstverteidigung auch auf Akte Privater auszudehnen. Allerdings verletzen die US-Angriffe in Pakistan, obwohl unter Umständen prinzipiell zulässig, Kriterien der Verhältnismäßigkeit und Notwendigkeit, welche bei der Einhegung gewaltsamer Auseinandersetzungen eine zentrale Rolle spielen.

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Die erste Staatspräsidentin Brasiliens: Das politische Erbe „Lulas“ und die 100-Tage-Bilanz

[Essay]

Deutsche Ausgabe 1/11

Ende Oktober 2010 wurde Dilma Rousseff zur ersten Staatspräsidentin Brasiliens gewählt. Der Auftrag des brasilianischen Wählers an sie lautet dabei, die erfolgreiche Politik ihres Amtsvorgängers Luiz Inácio „Lula“ da Silva fortzuführen. Bereits die 100-Tage-Bilanz zeigt, dass Rousseff eigene Akzente setzt und sich im Stil deutlich von ihrem Vorgänger und Mentor Lula unterscheidet. Die hohen Zustimmungsraten für ihre Person und Politik unterstreichen, dass ihr der Start in die vierjährige Amtszeit gelungen ist.

 

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The Piracy Predicament: Somali Pirates and External State-Building in the Horn of Africa

[Commentary]

Englische Ausgabe 1/11

Piracy has become a lucrative enterprise in the Gulf of Aden and pirate attacks have doubled from 2008 to 2009 alone. The international community has tried to curb piracy through increased military presence on the open sea and through efforts to re-establish the Somali state to address poverty and legal anarchy, the supposed root causes of piracy. However, a strong Somali state will not end piracy. Somalis have long organised their economy and society beyond the state and have only experienced central power as oppressive force. If the international community is serious about ending piracy, it needs to work with alternative institutions of social control like the moral leadership of Islamic leaders. However, this could mean negotiating with groups with supposed links to Islamic fundamentalist networks. The international community’s dilemma how to balance the need to curb piracy with potentially conflicting geopolitical goals like the ‘War on Terror’ is therefore the real predicament of Somali piracy.

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Russlands Sicherheitskooperation mit dem Westen: Eine Zusammenarbeit mit Hindernissen

[Wissenschaftlicher Kommentar]

Deutsche Ausgabe 1/11

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind seit dem Ende der Existenz der Sowjetunion im Dezember 1991 ein Wechselspiel von Hoffnung und Enttäuschung gewesen – das gilt insbesondere mit Blick auf die Sicherheitspolitik. Näherten sich beide Seiten einander an, so verstand der Westen dies als Ausdruck innenpolitischer Liberalisierung in Russland. Wurde die Hoffnung auf Annäherung enttäuscht, so wurde ein Rückfall in alte Denkmuster des Kalten Krieges konstatiert. Die sicherheitspolitische Kooperation ist auf beiden Seiten von falschen Erwartungen geprägt. Der vorliegende Beitrag skizziert die verschiedenen Phasen sicherheitspolitischer Kooperation Russlands mit den USA und der NATO und gibt Handlungsempfehlungen, wie das bestehende Dilemma überwunden werden könnte.

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